EV Dingolfing kann aufatmen

Zwei Siege am Wochenende – Sensationelles Comeback beim Spiel in Selb

Erfolgreich ging das Wochenende für die ISARRATS aus Dingolfing zu Ende. Trotz der Belastung durch zwei Auswärtsspiele in aufeinanderfolgenden Tagen haben die Dingolfinger am vergangenen Wochenende gezeigt, dass die Trainingseinheiten in der Vorbereitung und die mentale Einstellung der Spieler stimmt.

Der Chef wirkte selbst mit: Dustin Whitecotton (rechts) hatte seinen Anteil an der Aufholjagd in Selb.

Zu den Trostberger Chiefs, die aktuell mit sechs Spielen noch am Tabellenende stehen, ging es am Freitag. Das Spiel startete um 19 Uhr und gleich mit einem Gewitter für die Heimmannschaft. In der dritten Minute setzte Waldemar Detterer die Chiefs mit dem ersten Tor und in der vierten Minute Daniel Schickaneder mit dem zweiten Tor unter Druck. Es schien, als ob die Trostberger dieses Aufrütteln brauchten, denn anschließend bekamen die ISARRATS nichts mehr ins Netz.
Die Arbeit der Chiefs wurde gleich zu Beginn des zweiten Drittels durch Wayne Grapentine belohnt. Keine zwei Minuten später antwortete wieder der Kapitän Daniel Schickaneder auf die Provokation und baute den Vorsprung wieder auf zwei Tore aus. Ein hin und her begann, die Dingolfinger Spieler verließen – wie so oft in den ersten Spielen zu sehen war – ihre Grundordnung und schon bewegte sich das Netz hinter Christian Hamberger. 2:3 in der 26 Minute durch den Stürmer der Chiefs Antonin Jelinek. Zehn Minuten lang kämpften die Chiefs gegen die übermächtigen Dingolfinger, konnten aber einen weiteren Treffer, der perfekt durch Sascha Haschberger am Goalie vorbei manövriert wurde, nicht verhindern. Die Trostberger suchten keinen Trost, sondern den Kampf und schafften es keine drei Minuten später auf 4:3 aufzuholen. Verteidiger Fabian Kimpel mit Schlagschuss in Überzahl. Die Chance gab ihm Max Ohr, den die Schiedsrichter mit 2+2 Minuten in die Warteposition befohlen hatten.
Das Spiel wurde härter. Alleine in den letzten zehn Spielminuten hagelte es sechs Strafzeiten. Jeweils drei pro Mannschaft. In diesem Getümmel schafften es die TSV Trostberger sogar zum Ausgleich. Dingolfing vergab einen fast sicheren Vorsprung. 4:4 in der 51 Minute durch Verteidiger Dominik Tobola. Am Ende gewannen die Isarrats dann doch noch glücklich ihr erstes Dreier-Paket der Saison durch ein Tor von Hermann Azimov, 21 Sekunden vor Schluss.

Nach nur kurzer Regenerationszeit ging es am nächsten Tag bereits mittags los Richtung Selb. Das Hinspiel hatten die Dingolfinger sechs Tage zuvor daheim gegen die Wölfe verloren. Mit schweren Beinen von dem harten Spiel in Trostberg bereiteten sich die Dingolfinger im neuen Aufwärmtrikot des Sponsors „CGM“ vor. Kurz nach dem Anpfiff legten die Wölfe vor. Schon nach 21 Sekunden hatte Christian Hamberger den Puck hinter sich. Die Demütigung hat begonnen. Obwohl der Ausgleich zum 1:1 schon in der fünften Minute durch Marco Sebesta, aufgelegt durch Verteidiger und Schatzmeister Philipp Ferstl fiel, hinderte es die Wölfe aus Selb nicht daran, einen Puck nach dem anderen im Tor der Dingolfinger zu versenken. Im ersten Drittel vielen so fünf Tore gegen die Dingolfinger zu einem unglaublichen Pausenstand von 5:1. Im Fanblock war man sich einig. Vollkommen selbstverursachte Tore. Die Dingolfinger Verteidigungsreihen schienen sich komplett auf den Keeper zu verlassen und ließen ihn regelrecht alleine. Bei den meisten Toren stand Hamberger sogar zwei Gegenspielern alleine gegenüber. Whitecotton reagierte und nahm ihn, so seine Aussage nach dem Spiel, zum eigenen Schutz aus dem Tor und gab dem dritten Torwart Matthias Prade die Chance.
Was auch immer der kanadische Coach in der Kabine machte, es war laut und hatte große Wirkung. Die Dingolfinger kamen komplett verändert aufs Eis und kämpften für den Sieg und nun auch für ihren Torwart, der ebenfalls ein großes Spiel hinlegte. Die Aufholjagt begann. 5:2 durch Artur Azimov in der 21. Minute, 5:3 in der 28. Minute durch Markus Simbeck. Erst in der 34. Minute gelang dem Selber Topstürmer Lukas Klughart sein Hattrick zum 6:3 Pausenstand.
Im letzten Drittel bewiesen die Dingolfinger nicht nur Herz und Mannschaftsgeist, sondern legten die Selber komplett lahm. In der 47. Minute setzte Dustin Whitecotton selbst den Treffer zum 6:4. Er ging dieses Spiel selbst aufs Eis, da einige wichtige Spieler der ISARRATS, darunter Haschberger, Müller, Hermann Azimov und Rosco Weber nicht spielen konnten. Zwei Minuten später verkürzte Detterer zum 6:5. Die Wölfe waren nun wieder wach. Trotzdem beherrschten die Dingolfinger mit einem unglaublichen Druck das Spiel und schafften in der 56. Minute den Ausgleich durch Florian Meichel. In der letzten Spielminute dann das unvorstellbare. Alex Braun, aufgelegt durch Florian Meichel verwandelte zum 6:7. Die Fans außer sich. Doch das Happy End musste warten. Denn keine fünf Sekunden später gaben die Selber durch Ricco Warkus und Philipp Hechtfischer ein Lebenszeichen zum erneuten Ausgleich. Prade kassierte unhaltbar das 7:7.
Nach einer kurzen Pause ging das Spiel nun mit drei Spielern pro Seite weiter, Overtime. Diese eröffnet Räume und bringt oft ein schnelles Ende. Denn es gilt die „Golden Goal“-Regel, das erste Tor in der Verlängerung siegt. Es dauerte genau zwei Minuten bis Dustin Whitecotton Danny Weber den Puck auflegte und der Verteidiger das Spiel mit dem goldenen Tor und zwei Liga-Punkte für die Dingolfinger beendete. Keiner der Anwesenden hätte geglaubt, dass die Dingolfinger Mannschaft dieses Spiel nach dem 5:1 noch drehen würde.

Welcher Mannschaftsgeist und Motivation in diesem Team steckt, haben die Rats eindrucksvoll gezeigt. Nur sollten sie schnellstens lernen, dies auch 60 Minuten lang konzentriert aufs Eis zu bringen. Nächstes Wochenende steht für die Dingolfinger nur ein Auswärtsspiel an. Am Freitag um 19:30 Uhr erwartet sie der EHC Bad Aibling.

 

Trostberg – Dingolfing 4:5 (0:2, 3:2, 1:1)

Tore: 0:1 (4.) Detterer (O. Ferstl, H. Azimov); 0:2 (5.) Schickaneder (Ruhstorfer, Haschberger); 1:2 (21.) Grapentine (Tobola, Kimpel); 1:3 (23.) Schickaneder (Ohr); 2:3 (27.) Jelinek (Wehle, Feldner); 2:4 (33.) Haschberger (Detterer); 3:4 (37.) Kimpel (Feldner); 4:4 (52.) Tobola (Feldner, Kimpel); 4:5 (60.) H. Azimov (O. Ferstl, Meichel).
Strafen: Trostberg 18 min, Dingolfing 20 min

Selb – Dingolfing 7:8 n.V. (5:1, 1:2, 1:4, 0:1)

Tore: 1:0 (1.) Schmid (Klughardt, Hechtfischer); 1:1 (6.) Sebesta (P. Ferstl, Whitecotton); 2:1 (9.) Klughardt (Tausend); 3:1 (13.) Wich (Lück, April); 4:1 (13.) Klughardt (Sommerer); 5:1 (17.) Wich (Tausend, Warkus); 5:2 (22.) A. Azimov (P. Ferstl, Simbeck); 5:3 (29.) Simbeck (Harrer); 6:3 (35.) Klughardt (Tausend); 6:4 (48.) Whitecotton (Detterer); 6:5 (50.) Detterer (Meichel); 6:6 (57.) Meichel (Harrer); 6:7 (60.) Braun (Meichel); 7:7 (60.) Warkus (Hechtfischer); 7:8 (63.) D. Weber (Whitecotton).
Strafen: Selb 8 min, Dingolfing 6 min

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