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175.000 Runden in der Dingolfinger Eishalle

Isar Rats verlieren auswärts gegen Bayreuth, gewinnen daheim gegen Vilshofen und verabschieden „den besten Eismeister Bayerns“

Die Bayreuther 1b sind auf Platz 6 und kämpfen wie die Löwen um den Sieg gegen die Isar Rats. In der 14. Minute fällt das erste Tor für die Heimmannschaft. Trotz erbittertem Kampf um die Scheibe und endlos vielen Torschüssen schaffen die Isar Rats erst in der 38 Minute den Ausgleich durch David Bilek auf Zuspiel von Dominik König und Daniel Schander. Die Isar Rats kämpfen sich in die Verlängerung und kassieren gleich in der erste Verlängerungsminute das entscheidende Tor. Trotzdem einen Punkt brachten Isar Rats aus der langen Busfahrt nachhause.

365 Plüschtiere sammelte der EVD beim "Teddy-Bear-Toss". (Foto: Eva Fuchs | Hockeypics)

Gleich am nächsten Tag ging es daheim gegen die Vilshofener. Gegen die Wölfe spielen ist fast wie ein Derby und das in der Vorweihnachtszeit. Diese Chance wollten die Vereinsmacher dazu nutzen eine Teddy-Bär Spendenaktion, den sogenannten Teddy-Toos zu veranstalten. Jeder der einen Teddy spenden möchte, konnte diesen beim ersten Tor der Isar Rats auf die Eisfläche werfen. Olli Ferstl supportet durch David Bilek und Waldemar Detterer löste in der 13. Spielminute mit dem ersten Tor für die Isar Rats den ersten Teddybär-Hagel in der Geschichte der Dingolfinger Eishalle aus.

365 Teddys und Plüschtiere flogen durch die Luft. Die Nachwuchsspieler der U9, die in der Drittelpause ihre Spielkünste zeigen durften, dachte bereits an Weihnachten und sammelten begeistert die vielen Kuscheltierchen ein.

Das Spiel nahm sofort wieder seinen Lauf und in der 16. Minute leg Helmut Kößl (Max Ohr, Daniel Schander) mit dem 2:0 einen weitere Dämpfer auf die Bemühungen der Vilshofener Wölfe. Im 2. Drittel, das bei den Isar Rats schon berüchtigt ist, schaffen die starken Vilshofener dann gleich drei Gegentore und arbeiten sich aus einem 3:1 Rückstand auf 4:3. Warum die Dingolinger sich immer im zweiten Drittel das Ruder aus der Hand nehmen lassen wird bereits heftig unter den Fans diskutiert.

Aber zum Glück gibt es noch das finale Drittel, bei dem dann die eigentliche Leistung dieser Mannschaft zu sehen war. Mit dem 4:4 Ausgleich in der 43. Minute steigt dann nochmals der Pulsschlag auf der Dingolfinger Seite. Die Fans und Zuschauer bekommen jeden Cent ihrer Eintrittskarte in Spannung zurückbezahlt. O. Ferstl, Bilek und Detterer brachten die Isar Rats wieder auf den verdienten Erfolgskurs. Der Endstand 7:5 und die verlorenen Spiele der Listen-Verfolger Pegnitz und Bayreuth an diesem Abend bringt Dingolfing vorzeitig in die Aufstiegsrunde der Landesliga. Das angesagte Ziel der Vereinsmacher ist damit erreicht. Ein erleichterter erster Vorstand Jürgen Ohr meinte: „Das ist wirklich ein tolles Weihnachtsgeschenk für uns alle, die sich im Verein engagieren. Danke an die Jungs auf und neben dem Eis und auch an Billy Trew für eine Wahnsinns Leistung!“

EVD verabschiedete zusammen mit langjährigen Begleitern und dessen Familie Eismeister Sepp Speckner. (Foto: Eva Fuchs | Hockeypics)

In der zweiten Drittelpause verabschiedet sich der EV Dingolfing von Josef Speckner. Eismeister Sepp ging nach 37 Jahren vor 755 Zuschauer auf seine letzte Runde auf dem Eis. Seine Kollegen sagen ihm nach, er sei definitiv der beste Eismeister in Bayern. Viele Eismeister aus anderen Vereinen rufen ihn an, wenn sie Probleme haben.

Speckner erfand in seiner Laufbahn eigene Geräte für den Eisaufbau, so z.B. ein Gerät aus Schläuchen und Duschköpfen, mit dem er das Eis, anders wie alle anderen, Schicht für Schicht aufgebaut hat. Dingolfing hat dank Speckners Kompetenz, Engagement und Erfindergeist eines der besten Eiskonsistenzen im Land. EVD Vorstand Jürgen Ohr moderierte die ergreifende Verabschiedung, bei dem neben Speckners Familie seine ehemaligen Kollegen, die Vorstände des DECs und die gesamte Mannschaft der Isar Rats bei Josef Speckners Verabschiedung anwesend waren. In seiner Laufbahn, rechnete Ohr vor, sei Josef Speckner mehr als 175.000 Runden auf dem Dingolfinger Eis gefahren. Der Vorstand bedankt sich im Namen des Vereins für die langjährige Unterstützung in vielen großen und kleinen Hilfen und wünscht dem „Zamboni Man“ in der Zukunft einen stabilen Kreislauf auch ohne Kreiselfahren und viel Spaß im verdienten Ruhestand.

 
EHC Bayreuth 1b vs. EV Dingolfing 2:1 n.V. (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)

Tore: 1:0 ÜZT (14‘) Müller (Geigenmüller, Zeilmann); 1:1 ÜZT (38‘) Bilek (König, Schander); 2:1 (61‘) Pajk (Zizka, Trolda).
Strafen: ESC Bayreuth 16 min, EV Dingolfing 20+10 min

EV Dingolfing vs. ESC Vilshofen 7:5 (2:0, 2:3, 3:2)

Tore: 1:0 (13‘) O. Ferstl (Schickaneder, Detterer); 2:0 (16‘) Kößl (Meichel, Bilek); 2:1 (24‘) Toth (Gomow); 3:1 (26‘) Bilek (Michel); 4:1 (37‘) Michel (Ohr); 4:2 (38‘) Nemecek (Gomow); 4:3 (40‘) Retzer (Zillinger, Hieronymus); 4:4 (43‘) Baumgärtner (Toth); 5:4 (45‘) O. Ferstl (Sagerer, Schickaneder); 6:4 (51‘) Bilek (Michel); 7:4 (60‘) Detterer (O. Ferstl, Kößl); 7:5 (60‘) Toth (Kren, Gomow)
Strafen: Dingolfing 18 min; Vilshofen 14 min

Ein Blick in die "Heilige Halle"

HIER ANSEHEN:
isarrats.de/videos

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