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EVD mit wechselhaftem Wochenende

Pflichtsieg gegen Selb nach Schlappe in Trostberg

Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen hatte keiner auf dem Plan, dass die Isar Rats gerade in Trostberg Probleme bekommen würden. Die Chiefs waren in den letzten laufenden Saisons auf den hinteren Plätzen und konnten sich nur mit Mühe in der Landesliga halten. Doch das offene Eis mit den ungewohnten Lichtverhältnissen und der schwankenden Eisqualität hat es in sich und genau das nutzten die Eishakler aus Oberbayern perfekt für sich. Die Chiefs aus Trostberg zeigen den als Favoriten angereisten Dingolfingern gleich von Beginn an, wie schmerzhaft Eishockey sein kann. Es wurde hart und oftmals auch „dreckig“ gespielt, wodurch die Chiefs schon im ersten Drittel vier Strafzeiten kassierten.

Einschüchterung hieß die Devise. Obwohl die Isar Rats mehrfach in Überzahl waren, konnten sie den Puck nicht ins gegnerische Netz bringen. Schuld daran war ein starker Max Kruck im Kasten der Trostberger. Im Gegensatz schafften die Chiefs in der 14. Minute das 1:0 und setzten die Ratten noch mehr unter Druck. Im zweiten Drittel ließen die Niederbayern dann fast alle Stärken in der Kabine, während Trostberg einen Gang hoch schaltete. Wie aus dem nichts liefen die Trostberger einen Konter nach dem anderen und es hagelte regelrecht ein Tor nach dem andern. Christian Hamberger musste in Summe sechs Mal hinter sich greifen. Ein Spielstand, der die mitgereisten Fans in völlige Fassungslosigkeit versetzte. 7:0. Erst im dritten Drittel schafften die Dingolfinger dann die Schmach etwas zu lindern. Olli Ferstl traf zum einzigen Tor in dieser Party, die schnell abgehakt werden musste.

Ein Straftraining am frühen Samstagmorgen und klare Ansagen vom Chefcoach Gary Clark sollten am Sonntag gegen die Wölfe aus Selb die Abhilfe bringen. Denn die Wölfe sind erfahrungsgemäß die gefährlicheren Gegner. Das Heimspiel am Sonntag begann in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Man sah sehr wohl von der ersten Minute an, dass die Isar Rats ihrem Coach und den Fans eine Antwort schuldig waren. Doch wie erwartet hielten die Gäste dagegen.

Waldi Detterer und die Isar Rats antworteten auf den Ausrutscher in Trostberg. (Foto: Eva Fuchs | Hockeypics)

Erst in der zwölften Minute gelang es Petr Sulcik, einen perfekten Pass vors Tor zu spielen und seinem Kapitän Domi König perfekt aufzulegen. König zog kurz vor dem Torwart den Puck perfekt unter die Latte zum 1:0. Mit zunächst wenigen Strafzeiten blieb das Spiel extrem schnell. Durch die am Samstag auferlegte 2G-Regel bekam die reduzierte Zuschauerzahl von ca. 250 Gästen ein hervorragendes Eishockeyspiel zu sehen. Kombinationen auf beiden Seiten. Beide Goalies kamen nicht zur Ruhe und hielten ihre Teams im Rennen.

Erst im zweiten Drittel konnte Dingolfing den Vorsprung ausbauen. 2:0 durch Waldemar Detterer, bedient durch Florian Meichel und wieder dem Ratten-Kapitän Domi König, der für seine Mannschaft definitiv vorbildlich agierte. Das Spiel wurde aggressiver. In der Mitte des zweiten Drittels dann lancierte der Verteidiger Max Ohr einen brutalen Check gegen einen Stürmer der Selber Wölfe. Vermutlich hatte es dieser zuvor gegen einen der Dingolfinger zu bunt getrieben und sowas regeln die Eishakler auch ohne Schiri unter sich. Leider verletzten sich beide Spieler dabei so, dass das Spiel für sie beendet war. Die Kollegen machten den Rest aber auch ohne ihn. In der 51. Minute legten Kapitän König und Arthur Platonow gezielt auf und Petr Sulcik tat, was man von einem Kontingentspieler erwartet. 3:0 für Dingolfing. Kurz vor Ende gelang ihm dann noch ein Glanzstück. Sulcik, der über eine sehenswerte Schlägertechnik verfügt, zog mit dem Puck bis hinters Tor und bediente dann den perfekt freistehenden Kollegen David Bilek. Die Isar Rats schickten die Wölfe mit einem Endstand von 4:0 nach Hause und feierten den zweiten Shutout (Spiel ohne Gegentor) ihres Goalies, Christian Hamberger.

Am kommenden Wochenende stehen die Isar Rats wieder vor zwei Aufgaben. Am Freitag ist man zu Gast beim aktuellen Tabellenschlusslicht, den Freising Black Bears, bevor am Sonntag das Isar Derby gegen den EV Moosburg stattfindet. Spielbeginn am Sonntag ist wie gewohnt um 18 Uhr.

 

TSV Trostberg – EV Dingolfing 8:1 (1:0, 6:0, 1:1).

Tore: 1:0 (14’) Roßmanith (Grapentine, Mamontow); 2:0 (26’) Dvorak (Zak), 3:0 (30’) Roßmanith (Schwabl), 4:0 (33’) S. Feldner (Heitauer), 5:0 (35‘) Grapentine (Mamontov), 6:0 (36’) Wehle (Dvorak), 7:0 (37’) Grapentine (Dörfler, Mamontow), 7:1 (46’) Ferstl, 8:1 (59’) Roßmanith (Mamontow, Grapentine).
Strafminuten: Trostberg 16, Dingolfing 14 min. Zuschauer: 389.

EV Dingolfing – VER Selb 1b (1:0, 1:0, 2:0).

Tore: 1:0 (12‘) König (Sulcik, Bilek); 2:0 (39‘) Detterer (Meichel, König); 3:0 (51‘) Sulcik (Platonow, König); 4:0 (59‘) Bilek (Sulcik).
Strafzeiten: Dingolfing 14, Selb 6 min. Zuschauer: 248.

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