Der Traum platzt im letzten Drittel

Isar Rats verlieren auswärts gegen amtierenden Listenplatz Nr. 1 ESC Hassfurt mit 9:5

Mit großen Erwartungen fuhr die Seniorenmannschaft des EV Dingolfing gen Norden zum Spiel gegen den amtierenden ersten Platzinhaber der Landesliga-Liste. Die Hassfurter haben bisher alle Spiele mit einer Ausnahme gewonnen. Gegen Vilshofen konnten sie sich im offenen Stadion bei entsprechenden Wetterbedingungen nicht durchsetzen. Ansonsten sind im Schnitt pro Spiel acht Tore gefallen, was auf hervorragende Besetzung im Sturm blicken lässt. Trotzdem sind sie angreifbar, den die Hassfurter haben im Durchschnitt auch vier Tore bekommen.

#81 David Michel im Trikot der Isar Rats. (Foto: Eva Fuchs | Hockeypics)

Im Spiel zeigte sich das Talent der Gegner schon von Anfang an. Die Isar Rats mussten sich ins Zeug legen und das taten sie auch. Das erste Tor fiel auf der Heimseite. Zuspiel von Max Ohr auf Florian Meichel und abgefälscht durch David Bilek, der sich wieder deutlich torgefährlicher zeigte, als in den letzten Spielen. Die Antwort der Hassfurter blieb nicht aus. In der fünften Minute der Ausgleich durch Michael Stach. Kurz danach gingen je ein Spieler pro Mannschaft auf die Strafbank. Die vier gegen vier Situation blieb ohne Auswirkungen, doch danach schafften die Hassfurter den Vorsprung. Franek erhöhte auf 2:1. Dass die Mannschaften auf Augenhöhe spielten, zeigte sich in der 14. Minute. Schickaneder und Olli Ferstl legten Waldemar Detterer vor, der den nächsten Ausgleich besiegelte. Wenige Sekunden später kam es zu einem optisch harten, aber fairen Check, bei dem Max Ohr einen Stürmer stoppte. Der Schiedsrichter richtete diesen Einsatz mit fünf Minuten zzgl. Spieldauer und schickte den Top-Verteidiger nicht nur für den Rest des Spieles, sondern auch für das Heimspiel gegen Freising am Sonntag auf die Tribüne. Mit einem Spielstand von 2:2 ging es in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel waren an die Dingolfinger von Anfang überlegen. Durch ein Foul musste Daniel Schickaneder in die Kühlbox, was vom Hassfurter „Kontingentspieler“, Michael Babovic gleich zum 3:2 genutzt wurde. Genau neun Sekunden später traf sein Dingolfinger Kontingentkollege David Michel im Alleingang und glich auf 3:3 aus. Die Dingolfinger setzten alles daran und waren deutlich aktiver als das Heimteam. Auf Zuspiel von Daniel Schickaneder und Daniel Schander traf Andrej Barz zur erneuten Führung in der 26. Minute. Das Drittel hätte den Sieg bringen können, doch es kam anders. In den letzten Sekunden des Drittels kassierte Dingolfing wieder mal eines der moralbrechenden Gegentore in eigener Überzahl. Dingolfing, mit einem Mann mehr auf dem Eis, konnte den Durchbruch der hochtalentierten Hassfurter Tschechen nicht verhindern. Pausenstand 4:4.

Im letzten Drittel passierte dann in den ersten Minuten wieder dasselbe. Überzahl für Dingolfing und Hassfurt schoss das Tor durch Zürcher. Billy Trew, der Headcoach der Dingolfinger meinte: „ab diesem Moment hat keiner mehr seine Position gehalten. Eine solche Einladung nimmt eine starke Mannschaft wie Hassfurt dankend an!“ Und genau so war es. In der Folge vollzog sich der Untergang der Gäste. Es fielen vier Tore, davon eines in drei zu fünf Unterzahl durch ein sinnloses Foul eines Dingolfingers, dem die Nerven durchgingen und ein Weiteres ins leere Tor (Empty net). Den Ehrentreffer in diesem Katastrophen-Drittel schaffte dann Daniel Schander auf Zuspiel von David Michel kurz vor Schluss. Mit dem Endstand von 9:5 traten die Isar Rats mit gerupftem Fell und ohne Punkte den Heimweg an. Dingolfing steht nun mit fünf Punkten Abstand zu Moosburg auf dem vierten Tabellenplatz. Das Resümee des ersten Vorstands Jürgen Ohr: „Ein Spiel, dass man hätte gewinnen können, vergeben wir im letzten Drittel. Daraus müssen wir lernen, nicht nur für die Revanche gegen Hassfurt“. Eines ist klar, am Sonntag daheim gegen Freising muss ein Sieg her, wenn man den Anschluss zu den Top-Drei nicht verlieren will.

 

ESC Hassfurt – EVD Dingolfing 9:5 (2:2, 2:2, 5:1)

Tore: 0:1 (4‘) Bilek (Meichel, Ohr); 1:1 (5’) Stach (Lang, Breyer); 2:1 (11’) Franek (Kratschmer, Babkovic); 2:2 (14‘) Detterer (Schickaneder, O. Ferstl); 3:2 (22‘) Babkovic (Franek, Jung); 3:3 (22‘) Michel; 3:4 (26‘) Barz (Schickaneder, Schander); 4:4 (40‘) Babkovic (Franek, Jung); 5:4 (44‘) Zürcher (Hornak, Breyer); 6:4 (50‘) Babkovic (Franek, Hora); 7:4 (52‘) Franek (Hora, Trübenekr); 8:4 (53‘) Trübenekr (Lang, Breyer); 8:5 (59‘) Schander (Michel); 9:5 (60‘) Marx

Strafen: Hassfurt 12 min; Dingolfing 17 + 20 min

Billy Trew als "Cable Guy"

HIER ANSEHEN:
isarrats.de/videos

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